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Land of the earthquakes

18.09.2014 - 11:00 Uhr Düsseldorf - 21:00 Uhr Greymouth
Die letzten vier Tage waren wirklich sehr schön und bis heute Mittag hatte ich auch unheimlich viel Glück mit dem Wetter. Die Busfahrt nach Christchurch war schon ein Erlebnis für sich - teilweise direkt an der Küste entlang. Links von einem war das Meer (und unter anderem die größte Seehundskolonie Neuseelands) und rechts konnte man die südlichen Alpen bewundern. Nach ein paar Stunden ging es dann weiter ins Inland hinein.
Christchurch selber kann man momentan wohl gut in drei Wörtern beschreiben: eine einzige Baustelle. Die letzten starken Erdbeben (2008 & 2011) haben so verheerende Schäden angerichtet, dass es noch Jahre dauern wird alles wieder aufzubauen. Viele der Menschen sind weggezogen und die schönsten Gebäude wurden teilweise so stark zerstört, dass nicht klar ist ob sie jemals wieder repariert werden können. Bestes Beispiel ist die große Kathedrale im Zentrum ( vorher vs nachher), es ist erschütternd wenn man sieht was das Erdbeben angerichtet hat und es ist nicht sicher ob die Kathedrale abgerissen wird oder wieder aufgebaut werden soll (sie sieht jetzt noch so aus wie auf dem nachher-Bild). Auch das Museum of Arts hat schwere Schäden davongetragen und besteht momentan hauptsächlich aus Bauzaun. Viele Brücken und Straßen sind gesperrt und etliche Gebäude müssen gestützt werden - und das 3 Jahre nach dem letzten Erdbeben. Aus diesem Grund ist die Innenstadt momentan nicht so wirklich sehenswert, es sei denn man interessiert sich für eingestürzte Häuser und wie sie wieder aufgebaut werden.
Eigentlich hatte ich einen Tour für den nächsten Plan gebucht, aber die fiel dank krankem Fahrer ins Wasser und so hat die Dame in der Infostelle verzweifelt nach einer Sache für mich gesucht die ich machen konnte. Entweder ich war zu spät, es war zu teuer, ich würde nicht hinkommen oder es war schon ausgebucht. Letztlich habe ich einfach eine Punting Tour über den Avalon gemacht. Ein Punt ist ein englisches, sehr flaches Boot. Zwei Auszubildende saßen ebenfalls mit im Boot und so war die Fahrt lustig und entspannend zugleich. Direkt danach wollte ich eigentlich eine Fahrt durch den botanischen Garten machen, die ich aber mit drei Australierinnen zusammen verpasst habe, sodass wir ins Museum gegangen sind. Dort ist eine Ausstellung über die ersten Siedler (Europäer & Maori), die Arktis, Dinosaurier und neuseeländische Vögel (ausgestorbene & noch lebende Arten), die wirklich sehr interessant war.
Danach ging es dann tatsächlich durch den botanischen Garten und Trudy, unsere Fahrerin, hat die Tour super interessant gestaltet, sodass es nicht langweilig wurde (obwohl es nur Blumen & Bäume zu sehen gab). Wer weiß schon dass "Bushmans friend" als Postkarte und Toilettenpapier genutzt wurde, aufgrund der Reißfestigkeit und der weißen Unterseite? Nach der Rundfahrt habe ich mich noch etwas in die Straßenbahn gesetzt, was aber aufgrund der etwas zerstörten Stadt nicht unbedingt so interessant war - der Fahrer hat uns dann erzählt dass das alles in ein paar Jahren hoffentlich wieder so wie früher ist.
Mit dem Bus ging es dann zu den Gondeln und als wir ankamen dachte ich nur "die sehen genauso aus wie die in Österreich". Als ich dann drinnen saß verstärkte sich das Gefühl durch die mir wohlbekannten Geräusche nur noch mehr und ein paar suchende Blicke bestätigten dann meine Vermutung: Die Gondeln stammen tatsächlich aus Österreich, genauer gesagt aus Wolfurt von Doppelmayr. Die Aussicht von der Bergstation ist wirklich wahnsinn - 360° Grad und bei gutem Wetter kilometerweit - was will man mehr? Der Busfahrer zurück war derselbe wie hin und man merkte ihm an, dass ihn das Erdbeben ebenfalls sehr getroffen hat.
Abends habe ich mich mit ein paar Leuten aus dem Hostel unterhalten (u.a. drei Deutschen) und mit einem von ihnen werde ich ab morgen ein wenig gemeinsam reisen. Hostels sind super Orte um Menschen kennen zu lernen und kann ich deshalb - gerade wenn man alleine unterwegs ist - nur empfehlen.
Heute habe ich dann in aller Frühe den Tranzalpine Zug genommen, der über die Alpen nach Greymouth läuft. Und diese Zugfahrt kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen - solch tolle Aussichten hat man selten! Zudem hat der Zug auch einen Aussichtswagen von dem man super Fotos machen kann, da dort keine Fenster drin sind. In Greymouth angekommen verschlechterte sich das Wetter leider, sodass ich den Nachmittag im Hostel verbracht habe - im Regen ist weder der Strand noch der Regenwald besonders schön. Hoffentlich bessert sich das Wetter in den nächsten Tagen, sonst wird der Besuch auf dem Gletscher auch nicht so toll werden, da dort ALLE Aktivitäten wetterabhängig sind und Touren bei schlechtem Wetter nicht stattfinden, da es sonst einfach zu gefährlich ist.







18.9.14 11:01
 
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