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Free like a bird

23.09.2014 - 08:21 Uhr Düsseldorf - 18:21 Uhr Queenstown
Das Wetter am Gletscher hat sich tatsächlich gebessert. Abends sind Marius und ich einen trinken gegangen, haben Billard und Dart gespielt (wo ich nicht sehr begabt drin bin) nachdem wir den Spa Pool genutzt haben. Am nächsten Morgen ging es in aller Frühe (sprich: 6 Uhr morgens) auf zum Lake Matheson und nach einer abenteuerlichen Fahrt mit dem Rad um den See herum (auf einem Weg der eigentlich nur für Fußgänger ist) wurden wir mit einem unglaublich schönen Bild belohnt. Der See ist dafür bekannt, dass sich die Berge bei gutem Wetter und Windstille perfekt spiegeln und wir hatten das Glück an dem Tag. Dann war die Sonne gerade erst aufgegangen, sodass der Himmel noch rosa war und das Postkartenmotiv war vollständig.
Marius ist dann am Morgen noch weiter nach Queenstown während ich mit einem Blick zum Himmel und der Tatsache, dass die Helikopter nicht auf dem Gletscher gelandet sind aufgrund des unbeständigen Wetters, entschieden dass ich einen Skydive mache. Und es war eine sehr gute Entscheidung! Was man im Vorfeld wissen sollte: Die Leute die da arbeiten lieben es, einem Angst zu machen. Sprüche wie "Irgendwie habe ich heute kein gutes Gefühl" sind da an der Tagesordnung und man selbst sollte sie grundsätzlich mit einem Lachen beantworten - bisher ist da nämlich noch nie was passiert. Nachdem ich mich dann in einen super modischen Jumpsuit gequetscht habe (der dank meiner 3 Pullis ziemlich eng war) mussten wir nur noch warten bis die ersten zwei aus dem Flugzeug geschmissen worden sind und dann waren auch schon wir (ein Engländer und ich) dran.
Ich muss sagen, dass ich ziemlich entspannt war und den Flug wirklich genossen habe. Wir sind über den Gletscher geflogen und hatten beste Aussicht auf die Berge, das Tal und das Meer bevor wir unsere Absprunghöhe (4km) erreicht hatten und aus dem Flugzeug gesprungen sind. Während des circa 60 Sekunden langen freiem Fall ist es relativ schwer zu atmen, weshalb ich froh war als der Fallschirm sich öffnete und wir langsam zu Boden glitten. Wenn man den Sprung beim Fox glaier macht darf man auch selber den Fallschirm steuern und ein wenig rumspielen, sollte man sich zu weit vom Landeplatz entfernen wird natürlich eingegriffen. Die Landung an sich war das was mich wohl am meisten geschockt hätte, wenn wir nicht vorgewarnt worden wären: Damit die sanfter ist wird die Geschwindigkeit erhöht, sodass der Boden super schnell auf einen zukommt und man wenn man das nicht weiß Panik bekommen könnte. Wie versprochen kamen wir aber ziemlich sanft runter und sind dann im Auto wieder zur Start/Landebahn gefahren.
Danach habe ich den Tag nur noch gemütlich ausklingen lassen, bevor es am nächsten Morgen mit dem Bus nach Queenstown ging. Auf der Fahrt fährt man von Postkartenmotiv zum Postkartenmotiv - Neuseeland ist ein Mekka für (Hobby-)Fotografen. Queenstown selber ist eine schöne kleine Partystadt, die von Touristen nur so überfüllt ist. Gestern bin ich zum Doubtful Sound gefahren - nicht so bekannt (und daher nicht so gut besucht) wie der Milford Sound, aber ebenfalls wunderschön. Zunächst sind wir über einen See gefahren, dann mit dem Bus über einen Pass und dann ging es für ein paar Stunden über den Doubtful Sound - wo wir sogar Seelöwen gesehen haben. Unser Kapitän hat zwar versucht die Delfine zu finden, was ihm aber leider nicht geglückt ist. Auch die Pinguine hatten sich vor uns versteckt und wenn man einen Wal sieht ist man ein richtiger Glückspilz - auch wenn die schon mal häufiger im Fjord sind.
Abends bin ich dann mit den 9 anderen aus meinem Zimmer feiern gegangen - was ziemlich lustig war, auch wenn sich unsere Wege nachher getrennt haben, weil sie mich (dank Alkohol) einfach bei einem Australier vergessen haben. Heute Morgen habe ich dann festgestellt, dass ich die einzige war die einsam und alleine in ihrem Bett geschlafen hat - die anderen haben sich die Betten geteilt (gut dass ich einen tiefen Schlaf habe) oder sind einfach erst morgens ins Zimmer gekommen. Man merkt hier deutlich dass man sich in einer Partystadt befindet.
Heute wollte ich eigentlich einen Bungee machen - der wurde dann aber nachdem wir 4 Stunden lang auf der Bergstation gewartet haben aufgrund des starken Windes abgesagt, weshalb ich heute nichts gemacht habe. Eventuell gehe ich nachher noch feiern, das steht aber nicht fest (ist auch eigentlich viel zu teuer - 10$ für eine Flasche Smirnoff muss man sich erst mal leisten können). Morgen steht eine Tour ins Paradise Valley an, die hoffentlich nicht abgesagt wird - das Wetter soll gut werden.






23.9.14 08:21
 
Letzte Einträge: Ein Festmahl nach dem anderen, [Feels like] falling down, Kurze Zusammenfassung von viel Erlebtem, Land of the earthquakes, Cute buddies, Back to where it began


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